Der Rhein bei Diessenhofen


Der Rhein durchfließt die Region Hochrhein vom Bodensee kommend von Ost nach West; auf 160 km Strecke weist er zwischen Konstanz und Basel ein Gefälle von 160 m auf, weshalb der Rhein bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein wilder Fluss mit einem engen und tief eingeschnittenen Flussbett war. Die gewaltige Macht des Hochrheins ist heute z.B. noch am Rheinfall deutlich sichtbar. In der Region Diessenhofen weißt der Rhein noch einen weitgehend naturnahen Charakter von Ufer und Stromsohle auf und ist eine der drei letzten Fliessstrecken des Hochrheins ohne Wanderhindernisse. Die Kiesbänke und -ufer sind wichtige Laichgebiete für zahlreiche Fischarten. Die Flusssohle weist eine natürliche Struktur auf und ist mit Rheinschotter, Steinen, Wasserpflanzen, Dreikantmuschel-Bänken und Sandabschnitten sehr abwechslungsreich.



Im Hochrhein unterhalb des Bodensees findet sich ein bedeutender Äschenbestand mit natürlicher Reproduktion (eine "Indikatorart" für Fliesswasserbereiche und Strukturvielfalt im jeweiligen Gewässer) der u. a. auch zur Laichgewinnung genutzt wird. Im Jahr 2003 war ein katastrophales Äschensterben zu verzeichnen als die Wassertemperatur im Sommer auf über 26°C stieg. Der Äschenbestand hat sich trotz Aufzucht und der Besatz mit Äschensömmerlingen in den letzten Jahren leider nicht so gut erholt wie man sich dies erhoft hatte, wenig geholfen haben unter anderem leider auch die Massnahmen (Vergrämung) gegen zu starken Frassdruck durch Kormorane und den in immer grösseren Schwärmen auftretenden Gänsesäger. Die Fischer müssen seit 2003 Einschränkungen in der Fischerei akzeptieren und die Fänge gehen eher von Jahr zu Jahr zurück.

Die Äschensaison dauert in der Fischenz der Bürgergemeinde Diessenhofen vom 01. Oktober bis zum 31. Januar. Die Schonbestimmungen werden jeweils, aufgrund des Laichfischfangs und der sommerlichen Temperaturen, im Herbst neu festgelegt.

Jahreskarten für die Fischenz Diessenhofen können Sie bei der Bürgergemeinde Diessenhofen erwerben. Sie müssen dafür jedoch im Besitz der Thurgauer Fischerkarte sein. Das Fischen in der Äschensaison ist mit einer Rute, einem festgestellten Zapfen und mit einem Haken ohne Wiederhaken erlaubt. Die gesamte Montage darf nicht schwerer als 15gr sein. Die genauen und aktuellen Bestimmungen werden Ihnen zusammen mit dem Patent ausgehändigt. Ein höchst erstaunlicher Umstand ist jedoch die Tatsache, dass trotz der tollen Erfolge mit dem roten Haken, der Kunstmade und der Nymphe es immer noch Fischer gibt die mit Mais und Teigwaren ihr Glück versuchen. Im Sommer ist dieser Rheinabschnitt ein tolles Gewässer um mit Kunstködern auf Räuberjagd zu gehen. Hechte, Alet, einzelne Forellen oder Zander können mit ein bisschen Glück auf die Schuppen gelegt werden.


Hier möchten wir Ihnen einige Interessante Abschnitte der Fischenz Diessenhofen näher vorstellen:

Schupfen:
Oberhalb des Restaurant Schupfen fliesst der Rhein ruhig und breit, ausgedehnte Flachwasserbereiche und Kiesbänke mit einer konstanten Strömung bestimmen den Fluss. Um in tieferem Wasser zu fischen müssen Würfe von über 25m gemacht werden hier stehen die Fische in Wassertiefen von bis zu 5m. Aber auch im Flachwasser sind die Äschen zu fangen, mit einer guten Beobachtungsgabe finden Sie die Fischreichen Läufe die zum Teil weniger als einen Meter tief sind.
Die tiefe Hauptrinne des Rheins ist vom Ufer aus kaum erreichbar.
Auf Höhe des Restaurants Schupfen können Sie von der Ufermauer herab bis in den tiefen Hauptlauf fischen, das Wasser fliesst hier sehr schnell und erfordert volle Konzentration.








Camping:
Im diesem Bereich fliesst der Rhein schnell und unruhig, Pfähle und Steine werfen Wellen. Das Ufer ist mit Blocksteinen gesichert aber gut zugänglich. Neben Äschen werden in diesem Teilstück auch regelmässig verschiedene andere Fischarten gefangen.
Unterhalb des Campingplatzes beginnt der Uferweg. Dieser liegt ca. 2.5m über dem Wasserspiegel und ist auf einer Betonmauer gebaut. An mehreren Stellen ist die Fischerei aber von vorgelagerten Kiesbänken oder Treppen in der Mauer möglich. Hier fliesst der Rhein ruhiger, mit Würfen von 10m oder mehr erreicht man stellenweise die ersten vielversprechenden Läufe. In diesem Stück finden sich auch mehrere Meter tiefe Löcher und komplett stille Kehrwasser welche teilweise sehr gut zu befischen sind.








Rheinperle:
Eine sehr interessante Stelle in der sich das Wasser beruhigt und das Flussbett breiter wird. Mehrere Rinnen können hier befischt werden. Bei extrem niedrigem Wasserstand kann es jedoch schwierig werden die Strömung zu erreichen und Würfe von über 30m sind notwendig um die Äschen zu erreichen. Hier dürfen Sie auch jederzeit mit dem Biss einer kapitalen Barbe oder einem grossen Alet rechnen. Am unteren Ende bestimmt ein scharfer Knick den Flusslauf, ein sehr abwechslungsreicher Abschnitt mit unterschiedlichsten Bedingungen innerhalb weniger Meter Flusslauf.


Badi – Schiffländi
Dieser Bereich befindet sich mitten im Ort. Verschiedene Uferstrukturen wechseln sich hier ab, flache Kiesbänke und senkrechte Ufermauern, der Betonsteg der Badeanstalt oder die Schiffsanlegestelle bieten eine abwechslungsreiche Fischerei. In diesem Bereich ist die Hauptrinne des Rheins mit einem gekonnten Wurf erreichbar. Die Wassertiefe variiert von 1 – ca. 6m.


St. Katharinental:
Ein ruhiger Abschnitt mit mehreren Rinnen welche problemlos erreicht werden. Die Wassertiefen variieren auf den ersten 30m von 0.8 – 3m. Bei niedrigem Wasserstand kann von den trockenliegenden Kiesbänken aus gefischt werden. Bei höherem Wasserstand ist das Fischen nur von der Mauer herab möglich und ein langer Feumer ist ein absolutes Muss.





















Bunker:
Von dieser grossen Kiesbank aus dürfen Sie jederzeit mit dem Biss einer kapitalen Barbe oder einem grossen Alet rechnen. Der Fluss macht hier einen kleinen Knick und bietet dem Fischer verschiedene Möglichkeiten. Direkt der grossen Kiesbank entlang oder aber in der tiefen Mittelrinne können sie jederzeit mit einer Äsche rechnen.


Wald:
Ein ruhiger und schnell fliessender Abschnitt in dem sich immer wieder Kiesbänke und die Ufermauer abwechseln. Auf den Kiesbänken bietet sich genügend Platz für kräftige Würfe in die Flussmitte oder die feine Fischerei direkt an den Kanten der Kiesbänke entlang. In diesem Abschnitt werden neben Äschen auch viele kapitale Alet gefangen.





Gerne informieren wir Sie in unserem Geschäft noch genauer
über das Fischen im Rhein.