Der Arboner Weiher und die Aach


Der Arboner Weiher entstand im Jahr 1898. Um die Fabriken von Adolf Saurer und Arnold Heine zu bauen, mussten gewaltige Mengen an Erdreich vom Stacherholzgebiet zu den Baustellen am See geschafft werden. Der dabei entstandene Weiher war ein Geschenk Adolf Saurers an die Einwohner von Arbon.


altDer Weiher dient Heute als Kiesfang und muss regelmässig alle 10 bis 12 Jahre ausgebaggert werden. Enorme Mengen von angeschwemmtem Erdmaterial und Ablagerungen aller Art aus dem Feilen-, Hegi- und Fallentürlibach machen diesen aufwendigen Eingriff von Zeit zu Zeit nötig. Im Spätherbst 2013 wurde der Weiher letztmalig mit einem neuen Pumpverfahren geleert. Damit wird die Verlandung verhindert und für Fische und Wasservögel ein Stück Lebensraum bewahrt.

Jedes Jahr im Frühling werden im Weiher und der Aach Bachforellen bis 40cm und mit Glück und Ausdauer auch vom See her aufgestiegene Seeforellen bis 50cm Länge gefangen. Da die Aach direkt in den Bodensee mündet, sind alle Fischarten des Sees vertreten und werden auch gefangen. Im Weiher selbst und noch ca. 200m Bachaufwärts bis zur Brücke der St. Gallerstrasse werden von Mai bis Oktober verschiedene Arten von Weissfischen, Eglis, Karpfen und Schleien gefangen.

Im Winter 2009/2010 wurde das Stauwehr am unteren Ende des Weihers durch eine Fischtreppe ersetzt. Der Aufstieg von Bodenseefischen wurde mit dieser Fischtreppe ermöglicht und eröffnete neue sowie interessante Möglichkeiten der Fischerei und neue Fischarten im Weiher.


Das Fischen ist im ca. 3000m2 grossen Arboner Weiher sowie in der Aach, unterhalb der Brücke St. Gallerstrasse bis zur Brücke Landquartstrasse nur mit einem gültigen Patent erlaubt.

Patente für den Arboner Weiher können bei uns im Geschäft
nach Vorweisen der blauen Fischerkarte des Kt. Thurgau bezogen werden.
Es werden Jahres- und Monatskarten ausgegeben.

Die Eröffnung ist jeweils am 1. Februar für Inhaber einer Jahreskarte.
Monatskarten sind ab dem 1.Mai erhältlich.
Für alle Karten wird ein Depot von 10.-CHF erhoben.
Das erhobene Depot für die Fangstatistik wird bei der Abgabe rückerstattet.

Preis:
Erwachsene: 70.- CHF/Jahr (+10.-CHF Depot)
Jugendliche 14-18 Jahre: 50.00 CHF/Jahr (+10.-CHF Depot)
Monatskarte: 35.- CHF/Monat (+10.-CHF Depot)










Fischtreppe und renaturierung der Aach

Nach der Abstimmung über die Erweiterung des Schlosshafens Arbon wurde die Renaturierung der Aach als eine der geforderten ökologischen Ausgleichsmassnahmen in Angriff genommen. Mit der Renaturierung des Aachabschnittes vom Weiher bis zur Schöntalstrasse wird das sehr künstliche, monotone Gerinne ökologisch aufgewertet. Der Einbau einer Fischtreppe beim Wehr des Weiherauslaufes ermöglicht in Zukunft den Fischen den Aufstieg zum Weiher und weiter bachaufwärts.





















Das alte, teils verrostete Wehr beim Aachweiher erwies sich bei drohenden Hochwassern zunehmend als Achillesferse.














Die alte Wehranlage musste noch manuell bedient werden. Weil sie Korrosionsschäden aufwies, blockierte immer wieder der Mechanismus.













Die alte Wehranlage wurde teilweise abgebrochen. Gleichzeitig wird mit Rohren ein provisorischer Abfluss für den Weiher eingerichtet.



















Mit einer Spundwand und Plastikfolie wird ein Damm errichtet um die automatische Wehrklappe einbauen zu können.
















Die zweite hälfte der alten Wehranlage wird für den Umbau vorbereited. Hier wird die automatische Wehrklappe einbaut.















Der neue Abfluss des Weihers ist fertiggestellt und übernimmt bereits seine Funktion.




















Die Fischtreppe befindet sich im Bau.
Mit grossen Felsbrocken und Beton werden 4 Pools angelegt durch welche die Fische in Zukunft die Wehranlage überwinden können.

























Mit der Renaturierung des Aachabschnittes vom Weiher bis zur Schöntalstrasse wurde eine ökologisch wertvolle Verbindung zwischen dem Bodensee und den Bächen im Umland erschlossen. Der Einbau der Fischtreppe ermöglicht nun den Seeforellen und anderen Fischen weiter bachaufwärts zu ihren Laichgründen zu ziehen.